Der Ostring als Ortsumgehung von Fraulautern hängt eng mit den Planungen für die Fraulauterner Brücke zusammen. Dies war auch Thema in der Ortsratssitzung in Hülzweiler vom 21.03.2024. In dieser Sitzung wurde der Ortsrat über mögliche Auswirkungen auf den Durchgangsverkehr durch den Bau der Fraulauterner Brücke informiert. Die Einschätzung der Ortspolizeibehörde lautet dazu wie folgt:
„Nach Einschätzung der Ortspolizeibehörde Schwalbach ist im Gemeindebezirk Hülzweiler aufgrund der geplanten Maßnahme nicht mit einer größeren Mehrbelastung durch verdrängten Verkehr zu rechnen. Es ist viel eher davon auszugehen, dass der aus Bous / Ensdorf kommende Verkehr auf die Bundesstraße 51 (neu) entlang der Saar ausweichen wird, um nach Saarlouis zu gelangen.“
Dass die Fraulauterner Bürger zur Verbesserung der dortigen Verkehrssituation schon lange auf den Ostring hoffen, ist bekannt.
Da je nach Streckenführung des Ostrings auch Auswirkungen auf Hülzweiler Gebiet zu erwarten sind, haben wir nachgehakt und um Informationen zum Sachstand der Planungen des Ostringes gebeten.
Die Antwort der Verwaltung vom 23.04.2023 dazu lautete wie folgt:
„Der Landesbetrieb für Straßenbau informiert, derzeit befände man sich in der Planungsstufe „Vorplanung“, welche voraussichtlich im Sommer 2024 abgeschlossen sein soll und dem BMDV anschließend zur Genehmigung zugeleitet wird. Die durch das BMDV genehmigte Voruntersuchung (Ergebnis der Vorplanung) wird im Laufe dieses Jahres erwartet. Im Anschluss daran erfolgt die Aufnahme der detaillierten Planungsstufe „Entwurfsplanung“.
Möglicher Baubeginn ist nach aktuellem Stand 2032 (vorbehaltlich der Baurechtschaffung). Die Bauzeit des Projektes wird mindestens 3 Jahre betragen“
Unsere anschließende Anfrage im Ausschuss für Bauwesen, Gemeindeentwicklung, Umwelt und Verkehr vom 25.04.2023, die der Gemeinde vorliegenden Informationen zur möglichen Streckenführung des Ostringes den Ratsmitgliedern zur Verfügung zu stellen, wurde abgewiegelt. An schnellem Informationsfluss ist man offensichtlich nicht interessiert.
Laut einem Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 10.02.2023 gab es am 09.02.2023 im Stadtrat Saarlouis eine Information des Landesverkehrsministeriums und des Landesbetriebs für Straßenbau zum Neubau der Fraulauterner Brücke. Dort war offenbar auch der Ostring Thema. Die Saarbrücker Zeitung schreibt:
„Voraussichtlich wird der weitesten Umfahrung, der so genannten Variante 2, der Vorzug gegeben, heißt es aus dem Verkehrsministerium. Allerdings ist die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) noch nicht abgeschlossen.“
Offensichtlich gibt es mehrere Varianten für den Ostring. Es ist schlecht vorstellbar, dass der Gemeindeverwaltung in Schwalbach die möglichen Planungsvarianten nicht auch schon seit Anfang 2023 bekannt sind, wenn doch auch der Stadtrat Saarlouis in öffentlicher Sitzung darüber in Kenntnis gesetzt wurde.
Eine uns vorliegende Karte zeigt unterschiedliche Varianten der Ostringführung. Einige davon laufen über Hülzweiler Bann, eine über das Gebiet „Hild III“, vorbei am Fischweiher zur Anschlussstelle A8 Schwalbach/Hülzweiler. Diese Varianten hätten erhebliche Auswirkungen auf Einwohner, Landwirtschaft, Naherholung und das potentielle Gewerbegebiet Hild III.
In einem Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 16.05.2024 heißt es zum Ostring:
„Noch vor der Sommerpause wird die Vorplanung abgeschlossen und der Vorplanungsentwurf zur Genehmigung an das Bundesverkehrsministerium weitergeleitet.“
Wir erwarten durch die Verwaltung eine umgehende und umfassende Information zum aktuellen Planungsstand des Ostringes unter Einbeziehung des Landesbetriebes für Straßenbau und Einbindung der Räte in die Planung der Streckenführung der möglichen Varianten.
Dies wurde schriftlich an die Gemeindeverwaltung übermittelt.

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